Amateurfunk und Wetter

Nun haben wir endlich unsere neue digitale Wetterstation! Mit einigen Schülern installierten wir die Sensoren auf dem Dach unserer Schule. Nach der Beseitigung einiger "Kinderkrankheiten" technischer und organisatorischer Art konnte dann die Erprobungsphase erfolgreich durchgeführt werden. - In der lokalen Presse fand unsere neue digitale Wetterstation ebenfalls schon eine entsprechende Würdigung (s. Photo).

Nun kann aber die Frage gestellt werden: "Was hat Amateurfunk mit Wetter zu tun?" Hört man den Amateurfunk-Verkehr ab, fällt oft auf, dass die Funkamateure mehr oder weniger ausführlich einen Wetterbericht ihres Standortes dem Gesprächspartner übermitteln.

Die Zusammenhänge von Amateurfunk und Wetter sollen an einem Beispiel verdeutlicht werden:
Die Ausbreitungsbedingungen der elektromagnetischen Wellen sind an eindeutige physikalische Bedingungen gebunden. Unser Wetter entsteht vorwiegend in der Troposphäre. Das ist die Luftschicht vom Erdboden bis in eine Höhe von ca. 11000 m. Sie ist die unterste Schicht der Atmosphäre. Mit zunehmender Höhe der Troposphäre nimmt die Temperatur kontinuierlich ab. Wird durch Witterungseinflüsse eine warme Luftschicht über eine kalte geschoben (Inversionswetterlage), kommt es zu Temperaturumkehrungen. Elektromagnetische Wellen im VHF- und UHF-Bereich haben ein ähnliches Verhalten wie Lichtwellen. Sie werden beim Wechseln von der dichteren (kalte) in die dünnere (warme) Luftschicht gebrochen und wieder zur Erde gelenkt. Durch großflächige Inversionsschichten treten somit Überreichweiten auf. Unter diesen Gegebenheiten ist es folglich ohne weiteres möglich, im 2m- und 70cm-Band Entfernungen bis über 1000 km zu überbrücken. Im "Normalfall" sind in diesen Frequenzbereichen nur Entfernungen im Bereich der theoretisch möglichen optischen Sichtweite (ca. 20-100 km) zu überbrücken. Dies wird auch als quasioptischer Bereich bezeichnet.

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Arbeitskreis Amateurfunk
Gesamtschule Friedenstal